Kauftipps zum Hochdruckreiniger
Der wichtigste Kauftipp gilt nicht nur für Hochdruckreiniger: Es macht Sinn, sich das Gerät anzuschaffen, das die geforderten Eigenschaften am besten erfüllt. An zweiter Stelle sollte eine langfristige
Planung stehen. Hochdruckreiniger unterliegen nun nicht der schnellen Entwicklung wie etwa Computer, die nach spätestens vier Jahren bereits als völlig überholt gelten. Wer auf zum Beispiel zehn Jahre investiert, wird schnell ausrechnen können, dass ein gezielter Blick auf die Verarbeitungsqualität und Reparaturfreundlichkeit langfristig günstiger ist, als ein Billiggerät mit umfangreichster Ausstattung, das bei der ersten Inbetriebnahme auseinander fällt.
Absolut Pflicht ist die Kontrolle aller gängigen Sicherheitsvorschriften. Da hier Wasser und Strom zusammentreffen, sollte nicht blind vertraut werden. Anschlusskabel sollten auf festen Sitz und saubere Verarbeitung kontrolliert werden, Schalter dürfen auch nach mehrfacher Blindbetätigung keine Rätsel über ihren Betriebszustand hinterlassen.
Ob es wirklich ein Gerät mit 150 bar Wasserdruck sein muss, ist auch eine Frage der Aufgaben und Ansprüche. Hier sollte man durchaus auf die Erfahrungen anderer (Nachbarn, Handwerksbetriebe usw.) zurückgreifen.
In Sachen Preisgestaltung und Ausstattung geht es vor allem um die Frage, ob das Gerät oft im Einsatz ist oder es nur gelegentlich zur Verfügung stehen muss. Ist Letzteres der Fall, kann ein Komplettpaket mit umfangreichem Zubehör für wenig Geld eine interessante Wahl sein. Wird das Gerät des Öfteren gebraucht, so sollte vor allem in die Qualität investiert werden. Zubehör lässt sich bei guten Geräten in der Regel noch jahrelang nachkaufen. Für Markenprodukte sprechen in diesem Zusammenhang durchaus die meist bessere Reparaturmöglichkeit und die Lieferung von Ersatzteilen. Denn es gibt nichts Ärgerlicheres, als wenn ein teueres Gerät wegen eines nicht lieferbaren „Pfennig“-Artikels ausrangiert werden muss.
Unbedingt achten sollte man auf die Anschlüsse. Dies gilt sowohl für die Wasserzufuhr als auch für den Stromanschluss. Einige Geräte benötigen Kraftstrom mit 380 bis 400 Volt, den auch heute noch nicht jeder Haushalt zur Verfügung hat (im Sinne einer entsprechend abgesicherten Steckdose).
Schon beim Kauf sollte man sich Gedanken über den anvisierten Abstellplatz machen. Wird das Gerät öfter benötigt, so ist ein griffbereiter Abstellplatz praktisch und erspart lästiges Hervorkramen. Da es sich um ein elektrisches Gerät handelt und manche Geräte heute bereits ein wenig Elektronik in sich tragen, sollte auch auf die Umgebungsbedingungen des Abstellplatzes geachtet werden. Dem Hochdruckreiniger tut es sicher nicht gut, wenn er tagaus, tagein bei Nichtbenutzung draußen steht und sich mit starker Sonneneinstrahlung, Regen und Schnee auseinander setzen muss. Auch das Zubehör sollte griffbereit sein und trocken gelagert werden. Einzelne Teile könnten sich sonst zum Beispiel verziehen und nicht mehr richtig funktionieren.
Die Hinweise in der Anleitung und des Herstellers sollten unbedingt beachtet werden. Es geht dabei um Handhabung, Sicherung, Wartung und Pflege. Wie schon erwähnt, kann eine fehlerhafte Benutzung gefährlich sein. Wer sich bisher noch nicht mit einem Hochdruckreiniger auskannte, sollte sich das Gerät im Fachgeschäft erklären und vorführen lassen. Dabei gilt – wie so oft – die Empfehlung, alternativ ein deutlich billigeres und ein deutlich teureres Gerät zum Vergleich heranzuziehen.